15 Fakten zum (Düsseldorfer) Karneval

78% der deutschen Bevölkerung nennt sie Karneval, die fünfte Jahreszeit. Der Rest sagt Fasching.

18% der Deutschen finden diesen Fasching doof. Und Karneval auch.

Die meisten Karnevalshater kommen aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern(!).

Die Spaßhochburgen des Rheinlands scheren sich darum wenig. In Nordrhein-Westfalen verkleiden sich 34% der Landesbevölkerung und besuchen mindestens eine von über 300 offiziellen Veranstaltungen.

Dazu gesellen sich in der Landeshauptstadt knapp 400.000 Besucher. 74% davon ebenfalls verkleidet – 15.000 gehen als Briten, weil sie aus England anreisen.

Eine Armlänge in Düsseldorf ist ungefähr genau so lang wie eine Armlänge in Köln.

Insgesamt werden in Düsseldorf jährlich ca. 500 Millionen Euro Umsatz mit Karneval gemacht. Die Kosten für den Rosenmontagszug betragen knapp 1 Million Euro.

Am Umzug nehmen dann aber auch bis zu 5.000 Narren, Tanzmariechen, Schützen, Prinzen & Prinzessinnen, Reiter sowie Vereins- und Ehrenmitglieder teil.

Das bis zu 6 Kilometer lange Spektakel mit 110 bis 120 Waagen wird regelmäßig von einer Million Menschen bejubelt, die sich der Aufgabe gewidmet haben, bis zu 75 Tonnen Kamelle (für die Hater aus dem Süden: Süßigkeiten) aufzufangen.

Was verloren geht und liegen bleibt, wird im Anschluss von 27 Kehrmaschinen beseitigt.

Noch trauriger als wieder saubere Straßen am Rosenmontag kann der Blick in den eigenen oder fremden Spiegel nach Altweiber sein. Jeder Vierte geht seinem Partner in Deutschland fremd. Mehr als die Hälfte an Karneval.

Für 14% Prozent aller Frauen und 20% aller Männer ist das aber okay. Sie tolerieren den Seitensprung in der fünften Jahreszeit.

Möglich macht die Ausgelassenheit mitnichten das Wetter. Aber der Alkohol: Allein die großen Düsseldorfer Brauhäuser zapfen an Altweiber binnen 14 Stunden 40.000 Altbiere.

Füchschen Alt

Zurecht, denn 46% aller Deutschen sind davon überzeugt, dass Fasching ohne Alkohol nicht funktioniert.

Ob die im Jahr 1729 durch die die Hallen Ihres Klosters  herumtollenden St. Mauritius- Nonnen auch zu tief ins Selbstgebraute geblickt haben, ist nicht überliefert. Nichtsdestotrotz markieren die Schwestern die erste Weiberfastnacht.

Nonnenverkleidungen gehören in Düsseldorf seit 1928 zu den beliebtesten Kostümen bei Frauen. Mit dem ersten Tuntenlauf auf der Kö im Jahr 1995 auch bei Männern.

Quellen:
Umfrage in Deutschland zur Notwendigkeit von Alkohol beim Karneval 2015
RP-Online
Statistik und Stadtforschung Düsseldorf

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